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Fachbegriffe im Kürschnerhandwerk:

In unserem kleinen Pelzlexikon sehen Sie im folgenden eine Auswahl an speziellen Fachbegriffen des Kürschnerhandwerks und dem Pelzhandel. 

Anbrachen:

Entfernen von schadhaften Stellen im Fell oder Lederbereich. Das Wort kommt ehemals von "Anbrauchen" d.h. brauchbar machen. Schadhafte Bereiche im Fell oder im Lederbereich werden mit besonderen Schnittechniken repariert. Dieses geschieht in der Regel in Form von Zungenschnitten oder Elipsen. Teilweise werden auch ganze Bereiche komplett ausgetauscht.  

Auslassen - Auslasstechnik:

Beim Auslassen verlängert man ein kurzes, breites Fell auf einen fließenden mantellangen Streifen mit Hilfe von millimeterfeinen Schnitten. Die einzelnen Fellteilchen werden jeweils um eine errechnete Differenz verschoben und anschließend wieder mit der Spezial Pelzmaschine zusammengenäht. Dem fertigen Fellstreifen sind die Nähte von der Fellseite aus nicht anzusehen. Dadurch erlangt man einen Längengewinn auf Verlust der Breite.

Besatz:

Ein Besatz ist ein ein auf bestehende Kleidungsstücke aufgebrachter Pelz. Oft anzutreffende Besätze sind z.B. Pelzkragen, Kapuzenverbrämungen, Pelzverbrämungen an Manschetten oder auch an den Vorderkannten eines Kleidungsstückes. Besonders geeignet sind für Pelzbesätze alle Arten von Fuchsfellen, Zobel, Nerz, Waschbär, Opossum u.v.m.

Blenden:

Helles Leder wird mit einer Anilinfarbe (aufgelöst in reinem Alkohol) gefärbt. Dadurch soll verhindert werden, dass helles Leder durch das Haarkleid hervorscheint. Geblendet wird vorwiegend in brauntönen und in grau/blau bis schwarztönen.

Bläuen:

Mittels einem speziellen Farbstoff werden die Felle dahin gehend behandelt, dass die weißlichen Stellen in rein weiß erscheinen und die grauen Stellen des Felles einen silbrigen grauen Schimmer erhalten. Gelbliche Felle, z.B. Kaninfelle, werden durch das bläuen reinweiß. Oft wird diese Veredlungsmethode auch bei Waschbärfellen und Fuchsfellen angewendet.

Bockig:

Im Leder sehr harte Felle. Teilweise bedingt durch die Fellart, oder durch eine fehlerhafte Gerbung.

Chevron:

Dachziegelähnlich verarbeitete Felle in einem Bekleidungsstück.

Einlassen:

Einlassen bei Fellen ist genau das Gegenteil von Auslassen (siehe weiter oben). Dadurch erlangt man einen Breitengewinn des Felles auf Verlust der Länge.

Federn - Galonieren:

Das Fell wird in schmale Streifen zerschnitten. Dann wird abwechselnd ein Lederstreifen und ein Fellstreifen aneinander genäht. Die Fellfläche wird so vergrößert. Von der Fellseite sind die Lederstreifen meist nicht erkennbar, da das Haar diese überdeckt. Die Fellhaare fallen dadurch lockerer und "federleicht". Oft wird aber zuviel Leder eingesetzt ( Leder ist günstiger als Pelz), so dass nur wenig Haar das Leder bedeckt. Die günstigen Pelze ( oft billige Kaufhausware) nutzen dann extrem schnell ab, da nur wenig Haare vorhanden sind.

Female:

Weibliche Felle - Bezeichnung vorwiegend bei Nerzen.

Ganzfellige Verarbeitung:

Die Felle werden Fell an Fell verarbeitet. D.h. diese sind später im fertigen Bekleidungsstück als rechteckige Fellflächen zu erkennen.

Geprinted:

Veredlungsverfahren - Licht und reinigungsbeständige Farben verleihen dem Pelz ein anderes aussehen.
Teilweise werden die Pelze uni eingefärbt, teils auch in leoprint, etc.
Dem Fellfärber sind in seiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Grannen:

Oberhaar/ Deckhaar des Pelzes, welche die Unterwolle überragen.

Grotzen:

Fellmitte (Rückgrat), oft dunkler gezeichnet als das übrige Fell (Aalstrich).

Grotziert:

Die Rückenmitte des Felles wird künstlich (durch Färbung) nachgedunkelt. Der Grotzen soll stärker zur Geltung kommen.

Haarblende:

Anders als bei der Lederblende (siehe Blenden) wird hier nicht das Leder gefärbt, sondern dass Haarkleid. Mittels einer Bürste wird die Farbe in das Haar eingebracht. Teilweise geschieht dieser Vorgang auch schon maschinell.

Kahlauer:

Kahle Stellen im Fell. 

Klapprig:

Hartes Leder. Kann oft durch Läutern (siehe Läutern) verbessert werden.

Krummspitzig:

Durch Hitzeeinwirkung beschädigte Haare. Das Haar ist gekrümmt. Dieses kann während des Gerbprozesses passieren, oder bei der Verarbeitung der Felle beim Kürschner.

Läutern:

Hier handelt es sich um die klassische Art Pelze und Felle zu reinigen. Hierzu werden die Felle bzw. die fertigen Pelzbekleidundstücke in eine spezielle Läutertrommel, unter hinzunahme von harzfreien Sägespänen gegeben. Mit etwas Reinigungsflüssigkeit (auch teilweise 100% reiner  Alkohol) wird die Pelzware dann ca. 1 Stunde in der rotierenden Läutertrommel geläutert. Nach dieser Zeit kommt die Pelzware in eine andere Trommel mit Gittertüren, so dass die Späne wieder aus dem Haarkleid des Pelzes ausgeläutert wird. Danach sind sämtliche Verunreinigungen (Schmutz, Staub, Fett) aus dem Haarkleid entfernt.

Male: 

Männliche Felle - Bezeichnung vorwiegend bei Nerzen.

Mildhaarig:

Mildhaarige Felle sind Felle die stark haaren. Dies kann in Folge zu tiefen Dünnschneidens der Lederschicht während des Zurichtungsprozesses passieren. Der Zurichter (auch Gerber genannt) hatt das Leder zu tief herunter geschnitten/geschliffen. Dabei wurden die Haarwurzeln angeschnitten, und haben somit im Leder keinen Halt mehr. Das Resultat ist, das dass Fell haart. Meistens ist es damit wertlos geworden.

Mutation:

Dies ist eine dauerhafte Veränderung des Erbgutes. Diese kann plötzlich entstehen. In der Pelztierzucht ist vor allem die Mutation der Fellfärbung wichtig. Oft können so durch natürlich auftretende Abweichungen der Normalfärbungen Farben entstehen, die dann zum weiterzüchten genutzt werden können. 

Pumpf:

Hinterer Rückenteil eines Felles. 

Rauch:

Als Rauch bezeichnet man ein dichtes, volles Fell mit voller Unterwolle. Genau wurde dieser Ausdruck nicht geklärt. Mit Rauche wird nach Demoll (zit. nach v. Würth) "eine Eigenschaft des Pelzes zum Ausdruck gebracht, die sich aus vielen Komponenten zusammensetzt, die jedoch im einzelnen nicht festgestellt sind. Die Rauchheit wird bedingt durch mehrere physikalische Eigenschaften des Haares , und zwar unter Zusammenwirkung bestimmter Eigenschaften der Grannenhaaren und der Unterwolle"
Im Österreich stammt der Begriff "rauch" von rauh, was so etwas bedeutet wie behaart und zottellig. Weiterhin werden auch Bezeichnungen wie vollrauch, halbrauch und wenig rauch verwendet. Der Handel mit Fellen wird deshalb auch Rauchwarenhandel genannt.

Rauhen:

Aufrauhen der Unterwolle bzw. das Entfernen von Verfilzungen. Dies geschieht entweder in Handarbeit mit einem Kamm oder unter Verwendung von sogenannten Rauhmaschinen.

Rupfen:

Beim rupfen wird das lange Grannenhaar (oft unansehnlich und hart) mechanisch entfernt, so dass nur noch die weiche Unterwolle übrig bleibt. Dadurch wird das Fell sehr schön weich (samtartig) und verliert zudem an Gewicht. Diese Veredlung wird oft bei Nerzen, Wieseln, Nutria etc. angewendet. 

Scheren:

Verkürzen der Haarlänge eines Felles auf ein gewünschte Länge bzw. Höhe. Das Fellwerk wird hierzu durch eine spezielle Schermaschine geschickt, die das Haar mechanisch verkürzt. Wie beim Rupfen entsteht auch hier wieder ein samtartiger Effekt und der Pelz wird wesentlich leichter.

Schleifen:

Beim Schleifen des Leders wird die Lederstärke verringert. Dadurch verbessert sich die Geschmeidigkeit und Weichheit des Leders

Schönen:

Nicht rein weiße Felle (vergilbte Felle) werden durch das "Schönen" aufgehellt. Sie sind danach reinweiß. Diese Veredlungsmethode wird oft bei weißen Füchsen, Nerzen, usw. angewendet. 

Schwarte:

Hierbei handelt es sich um ein Sommerfell, welches qualitativ sehr gering ist.

Stürzen:

Eine gestürzte Verarbeitung heißt, dass die Felle im Bekleidungsstück mit dem Haarverlauf nach oben verarbeitet werden. Die klassische Verarbeitungsart ist, dass das Haar nach unten läuft (zum Saum hin). 

Umschneiden:

Hierbei handelt es sich um eine Kürschnertechnik, womit es möglich ist aus einem Fell zwei oder mehrere herzustellen. Das Fell wird hierzu in gleichmässige Einzelteile zerschnitten, wobei dann jedes zweite oder dritte Teil separiert wird und zu einem neuen Fell (Fellstreifen) zusammengesetzt wird. So werden z.B. gleich aussehende Ärmel gearbeitet.

Wamme:

Bauchseite eines Felles.

Zeile:

Oft werden kleinere Felle (z.B. Bisam, Hamster, Feh, usw.) zu sogenannten Platten, Tafeln, oder Bodies verarbeitet (auch Halbkonfektion genannt).  Diese kann dann später der Kürschner zeitsparender weiter verarbeiten. Diese vorkonfektionierten Flächen bestehen aus einzelnen Fellen die jeweils horizontal und vertikal zusammengenäht sind. Die horizontal verlaufenden Felle werden als Zeile bezeichnet.

Zimmer:

Alte Bezeichnung für ein Bündel mit 40 Fellen. Üblicherweise für Hermelin, Zobel, Marder, etc.

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Fachbegriffe im Kürschnerhandwerk:

In unserem kleinen Pelzlexikon sehen Sie im folgenden eine Auswahl an speziellen Fachbegriffen des Kürschnerhandwerks und dem Pelzhandel. 

Anbrachen:

Entfernen von schadhaften Stellen im Fell oder Lederbereich. Das Wort kommt ehemals von "Anbrauchen" d.h. brauchbar machen. Schadhafte Bereiche im Fell oder im Lederbereich werden mit besonderen Schnittechniken repariert. Dieses geschieht in der Regel in Form von Zungenschnitten oder Elipsen. Teilweise werden auch ganze Bereiche komplett ausgetauscht.  

Auslassen - Auslasstechnik:

Beim Auslassen verlängert man ein kurzes, breites Fell auf einen fließenden mantellangen Streifen mit Hilfe von millimeterfeinen Schnitten. Die einzelnen Fellteilchen werden jeweils um eine errechnete Differenz verschoben und anschließend wieder mit der Spezial Pelzmaschine zusammengenäht. Dem fertigen Fellstreifen sind die Nähte von der Fellseite aus nicht anzusehen. Dadurch erlangt man einen Längengewinn auf Verlust der Breite.

Besatz:

Ein Besatz ist ein ein auf bestehende Kleidungsstücke aufgebrachter Pelz. Oft anzutreffende Besätze sind z.B. Pelzkragen, Kapuzenverbrämungen, Pelzverbrämungen an Manschetten oder auch an den Vorderkannten eines Kleidungsstückes. Besonders geeignet sind für Pelzbesätze alle Arten von Fuchsfellen, Zobel, Nerz, Waschbär, Opossum u.v.m.

Blenden:

Helles Leder wird mit einer Anilinfarbe (aufgelöst in reinem Alkohol) gefärbt. Dadurch soll verhindert werden, dass helles Leder durch das Haarkleid hervorscheint. Geblendet wird vorwiegend in brauntönen und in grau/blau bis schwarztönen.

Bläuen:

Mittels einem speziellen Farbstoff werden die Felle dahin gehend behandelt, dass die weißlichen Stellen in rein weiß erscheinen und die grauen Stellen des Felles einen silbrigen grauen Schimmer erhalten. Gelbliche Felle, z.B. Kaninfelle, werden durch das bläuen reinweiß. Oft wird diese Veredlungsmethode auch bei Waschbärfellen und Fuchsfellen angewendet.

Bockig:

Im Leder sehr harte Felle. Teilweise bedingt durch die Fellart, oder durch eine fehlerhafte Gerbung.

Chevron:

Dachziegelähnlich verarbeitete Felle in einem Bekleidungsstück.

Einlassen:

Einlassen bei Fellen ist genau das Gegenteil von Auslassen (siehe weiter oben). Dadurch erlangt man einen Breitengewinn des Felles auf Verlust der Länge.

Federn - Galonieren:

Das Fell wird in schmale Streifen zerschnitten. Dann wird abwechselnd ein Lederstreifen und ein Fellstreifen aneinander genäht. Die Fellfläche wird so vergrößert. Von der Fellseite sind die Lederstreifen meist nicht erkennbar, da das Haar diese überdeckt. Die Fellhaare fallen dadurch lockerer und "federleicht". Oft wird aber zuviel Leder eingesetzt ( Leder ist günstiger als Pelz), so dass nur wenig Haar das Leder bedeckt. Die günstigen Pelze ( oft billige Kaufhausware) nutzen dann extrem schnell ab, da nur wenig Haare vorhanden sind.

Female:

Weibliche Felle - Bezeichnung vorwiegend bei Nerzen.

Ganzfellige Verarbeitung:

Die Felle werden Fell an Fell verarbeitet. D.h. diese sind später im fertigen Bekleidungsstück als rechteckige Fellflächen zu erkennen.

Geprinted:

Veredlungsverfahren - Licht und reinigungsbeständige Farben verleihen dem Pelz ein anderes aussehen.
Teilweise werden die Pelze uni eingefärbt, teils auch in leoprint, etc.
Dem Fellfärber sind in seiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Grannen:

Oberhaar/ Deckhaar des Pelzes, welche die Unterwolle überragen.

Grotzen:

Fellmitte (Rückgrat), oft dunkler gezeichnet als das übrige Fell (Aalstrich).

Grotziert:

Die Rückenmitte des Felles wird künstlich (durch Färbung) nachgedunkelt. Der Grotzen soll stärker zur Geltung kommen.

Haarblende:

Anders als bei der Lederblende (siehe Blenden) wird hier nicht das Leder gefärbt, sondern dass Haarkleid. Mittels einer Bürste wird die Farbe in das Haar eingebracht. Teilweise geschieht dieser Vorgang auch schon maschinell.

Kahlauer:

Kahle Stellen im Fell. 

Klapprig:

Hartes Leder. Kann oft durch Läutern (siehe Läutern) verbessert werden.

Krummspitzig:

Durch Hitzeeinwirkung beschädigte Haare. Das Haar ist gekrümmt. Dieses kann während des Gerbprozesses passieren, oder bei der Verarbeitung der Felle beim Kürschner.

Läutern:

Hier handelt es sich um die klassische Art Pelze und Felle zu reinigen. Hierzu werden die Felle bzw. die fertigen Pelzbekleidundstücke in eine spezielle Läutertrommel, unter hinzunahme von harzfreien Sägespänen gegeben. Mit etwas Reinigungsflüssigkeit (auch teilweise 100% reiner  Alkohol) wird die Pelzware dann ca. 1 Stunde in der rotierenden Läutertrommel geläutert. Nach dieser Zeit kommt die Pelzware in eine andere Trommel mit Gittertüren, so dass die Späne wieder aus dem Haarkleid des Pelzes ausgeläutert wird. Danach sind sämtliche Verunreinigungen (Schmutz, Staub, Fett) aus dem Haarkleid entfernt.

Male: 

Männliche Felle - Bezeichnung vorwiegend bei Nerzen.

Mildhaarig:

Mildhaarige Felle sind Felle die stark haaren. Dies kann in Folge zu tiefen Dünnschneidens der Lederschicht während des Zurichtungsprozesses passieren. Der Zurichter (auch Gerber genannt) hatt das Leder zu tief herunter geschnitten/geschliffen. Dabei wurden die Haarwurzeln angeschnitten, und haben somit im Leder keinen Halt mehr. Das Resultat ist, das dass Fell haart. Meistens ist es damit wertlos geworden.

Mutation:

Dies ist eine dauerhafte Veränderung des Erbgutes. Diese kann plötzlich entstehen. In der Pelztierzucht ist vor allem die Mutation der Fellfärbung wichtig. Oft können so durch natürlich auftretende Abweichungen der Normalfärbungen Farben entstehen, die dann zum weiterzüchten genutzt werden können. 

Pumpf:

Hinterer Rückenteil eines Felles. 

Rauch:

Als Rauch bezeichnet man ein dichtes, volles Fell mit voller Unterwolle. Genau wurde dieser Ausdruck nicht geklärt. Mit Rauche wird nach Demoll (zit. nach v. Würth) "eine Eigenschaft des Pelzes zum Ausdruck gebracht, die sich aus vielen Komponenten zusammensetzt, die jedoch im einzelnen nicht festgestellt sind. Die Rauchheit wird bedingt durch mehrere physikalische Eigenschaften des Haares , und zwar unter Zusammenwirkung bestimmter Eigenschaften der Grannenhaaren und der Unterwolle"
Im Österreich stammt der Begriff "rauch" von rauh, was so etwas bedeutet wie behaart und zottellig. Weiterhin werden auch Bezeichnungen wie vollrauch, halbrauch und wenig rauch verwendet. Der Handel mit Fellen wird deshalb auch Rauchwarenhandel genannt.

Rauhen:

Aufrauhen der Unterwolle bzw. das Entfernen von Verfilzungen. Dies geschieht entweder in Handarbeit mit einem Kamm oder unter Verwendung von sogenannten Rauhmaschinen.

Rupfen:

Beim rupfen wird das lange Grannenhaar (oft unansehnlich und hart) mechanisch entfernt, so dass nur noch die weiche Unterwolle übrig bleibt. Dadurch wird das Fell sehr schön weich (samtartig) und verliert zudem an Gewicht. Diese Veredlung wird oft bei Nerzen, Wieseln, Nutria etc. angewendet. 

Scheren:

Verkürzen der Haarlänge eines Felles auf ein gewünschte Länge bzw. Höhe. Das Fellwerk wird hierzu durch eine spezielle Schermaschine geschickt, die das Haar mechanisch verkürzt. Wie beim Rupfen entsteht auch hier wieder ein samtartiger Effekt und der Pelz wird wesentlich leichter.

Schleifen:

Beim Schleifen des Leders wird die Lederstärke verringert. Dadurch verbessert sich die Geschmeidigkeit und Weichheit des Leders

Schönen:

Nicht rein weiße Felle (vergilbte Felle) werden durch das "Schönen" aufgehellt. Sie sind danach reinweiß. Diese Veredlungsmethode wird oft bei weißen Füchsen, Nerzen, usw. angewendet. 

Schwarte:

Hierbei handelt es sich um ein Sommerfell, welches qualitativ sehr gering ist.

Stürzen:

Eine gestürzte Verarbeitung heißt, dass die Felle im Bekleidungsstück mit dem Haarverlauf nach oben verarbeitet werden. Die klassische Verarbeitungsart ist, dass das Haar nach unten läuft (zum Saum hin). 

Umschneiden:

Hierbei handelt es sich um eine Kürschnertechnik, womit es möglich ist aus einem Fell zwei oder mehrere herzustellen. Das Fell wird hierzu in gleichmässige Einzelteile zerschnitten, wobei dann jedes zweite oder dritte Teil separiert wird und zu einem neuen Fell (Fellstreifen) zusammengesetzt wird. So werden z.B. gleich aussehende Ärmel gearbeitet.

Wamme:

Bauchseite eines Felles.

Zeile:

Oft werden kleinere Felle (z.B. Bisam, Hamster, Feh, usw.) zu sogenannten Platten, Tafeln, oder Bodies verarbeitet (auch Halbkonfektion genannt).  Diese kann dann später der Kürschner zeitsparender weiter verarbeiten. Diese vorkonfektionierten Flächen bestehen aus einzelnen Fellen die jeweils horizontal und vertikal zusammengenäht sind. Die horizontal verlaufenden Felle werden als Zeile bezeichnet.

Zimmer:

Alte Bezeichnung für ein Bündel mit 40 Fellen. Üblicherweise für Hermelin, Zobel, Marder, etc.

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