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571 Gerupfte Nerzdecke Pelzdecke SAGA Qualität - aus Zuchtnerz
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571 Gerupfte Nerzdecke Pelzdecke SAGA Qualität - aus Zuchtnerz
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Nerzdecke aus gerupft SAGA Mink - Zuchtnerz

Eine sehr edle Decke in gerupfter SAGA Qualität - Samtnerz !

Größe: 200 x 157 cm

Material: 50 SAGA Zuchtnerze – SAGA Mink from Scandinavien

Farbe: Pargo - schwarz/antrazith

Rückfutter: farblich passender Cashmerestoff

Gerne fertigen wir Ihnen diese Nerzdecke auch in Ihrem Wunschmaß an.

 

 

Informationen zum Pelz:

 

Der Zuchtnerz – lat. Mustela vison Schreber -englisch: ranched mink - französisch: vison d'elevage-italienisch: visone ranch - spanisch: visön criado - russisch: norkal) schwedisch: aveLsmink, mink

Mit der Zucht der Nerze sollen sich schon vor beinahe einhundert Jahren Amerikaner befasst haben. Die infolge der Kultivierung des Lan­des immer weiter zurückgehenden Wildtierbestände ließen den Gedan­ken an die Zucht seltener gewordener Tiere aufkommen. Bald nach dem Beginn der Silberfuchszeit Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch mit der Nerzzucht begonnen. Doch nahm diese zunächst nicht die gleichen Ausmaße an, wie die Zucht des weitaus kostbareren Silberfuchses. Um 1920 jedoch hatten die Nerzfarmen in Amerika schon bedeutende Zahlen erreicht, und es wurden auch Farmtiere nach Europa verkauft, so dass sich auch hier die Zucht allmählich ausbreitete. Doch blieb sie immer im Schatten der Silberfuchszucht, bis nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Mode sich von Langhaarfellen und damit auch vom Silberfuchs abkehrte. Zahlreiche Farmen gaben damals den Betrieb auf oder stellten sich auf Nerzzucht um, die in den folgenden Jahren weltweite Ausmaße annahm. Einschließlich der Mutationsnerze betrug die Welternte an Farmnerz­fellen (Zuchtnerz)1974/1975 knapp 24 Millionen, davon etwa 12 Millionen Standardnerze. Unter diesem Namen wird der in seiner Naturfarbe (braun) in Farmen gezüchtete Nerz gehandelt.

Festzuhalten ist, dass alle Nerzzuchten ausschließlich auf den Amerika­nischen Wildnerz (Mink) (siehe diesen) zurückgehen, da der Europäische Wildnerz (siehe diesen) ein bei weitem nicht so schönes und dichtes Fell­kleid besitzt. Im Laufe der Jahre wurden durch Selektion immer größere, im Haarkleid besonders dichte Nerze gezüchtet und die Bestände durch Einkreuzung gefangener Wildnerze aufgefrischt. Versuche, den (wesentlich dunkleren) europäischen Nerz mit ameri­kanischen Nerzen zu kreuzen, sind, soweit bekannt, in sowjetischen Far­men nicht gelungen. Man wollte vor Jahren versuchen, einen Nerz zu züchten, „der die tiefdunkle (fast schwarze) Farbe des europäischen Nerzes und die hohe Rauche des amerikanischen Nerzes in sich vereinigt" (lt. Schmidt). Auch in freier Wildbahn sind Kreuzungen zwischen Wild­nerzen und ausgesetzten oder entwichenen amerikanischen Nerzen nicht bekannt geworden. Wie an anderer Stelle ausgeführt wird, gelingt es, in der planmäßigen Zucht durch entsprechende Selektion gewünschte Eigenschaften (Haarlänge, Farbe, Rauche u.a.) zu erzielen.

Weltproduktion Zuchtnerze: Die Nerzzucht hat sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet. Der genaue Fellanfall ist nicht festzustellen, da einmal eine Reihe von Ländern nur die Exportzahlen veröffentlicht und da auch ein Teil der Vermarktung bzw. Weiterverarbeitung direkt ab Farm erfolgt. In der Pelztierzucht  traten in den letzten Jahrzehnten sowohl beim Silberfuchs (Platinfuchs) als auch beim Nerz neue Farb­varianten  (Mutationen) auf. Es sind aber nicht sämtlich neue Farben und Zeichnungen, sondern subtile Schattierungen, Farbnuancen und Fleckungen. Für die Pelzwirtschaft haben etwa zwanzig bis dreißig Far­ben größere Bedeutung erlangt. Doch ist die Zahl je nach Angebot und Nachfrage stetem Wechsel unterworfen.

Die in Farmen herangezüchteten verschiedenen Farbmutationen des Nerzes sind in der Zahl der neuen Farben und Farbzusammenstel­lungen überwältigend und um vieles größer als bei den Farbmutationen des Silberfuchses. Durch planmäßige Zusammenstellung und Kreuzung wurden bisher fast zweihundert Farbschläge gezüchtet. Nicht alle diese Neuschöpfungen haben sich auf dem Pelzmarkt durch­gesetzt. Mitunter finden sie als Felle und Ware weniger Anklang, doch werden sie beibehalten, um als Ausgangsform neuer Mutationen verwen­det zu werden. Andere eignen sich trotz guter Felleigenschaften zur Nachzucht deshalb nicht, weil mit den Mutationen des Farbfaktors auch Veränderungen anderer Faktoren, z. B. leichte Anfälligkeit gegen Krank­heiten, Langgrannigkeit, die zu Flattrigkeit des Fellkleides führt, die „Aleutenkrankheit", eine Blutkrankheit, Sterilität oder sonst irgendwie anomale oder beeinträchtigende körperliche Eigenschaften gekoppelt sind. Durch Kombination zwischen den Mutanten, wie die abgeänderten In­dividuen genannt werden, und durch Einkreuzung mit dem (braunen) Standardnerz, bestehen praktisch unbegrenzte Zuchtmöglichkeiten. Die Theorie der Mutationszucht ist nicht schwierig für den, der sich mit den Mendel'schen Gesetzen auskennt. So vermag man unschwer einen einmal aufgetretenen Mutationstyp, auch wenn davon nur ein einziges Tier zur Verfügung steht, das mit dem Ursprungstyp, also dem normalen Nerz rückgekreuzt werden muss, immer wieder aus einer solchen Kreu­zung heraus züchten. Zu dieser Zucht gehören jedoch Sachkenntnis und Beherrschung der Technik, aber auch Talent, Begabung, Geschmack und ... Glück. Die Farbskala der Mutationsnerze umfasst mehr oder weniger reines Weiß, Grau und Blau in verschiedenen Tönungen, fast schwarzbraun bis hellbraun (Pastell), neuerdings auch tiefschwarz.  In ihrer farblichen Prägung sind die Felle entweder rein in Farbe; mit weißen Deckhaaren gesprenkelt; mit charakteristischen Zeichnungen (Kreuz oder Flecken); mit vom Oberhaar farblich abweichenden Unter­wolle oder sonstigen Nuancierungen.

Wer sich aber nicht ständig mit der Manipulation aller Farbtypen des Zuchtnerz be­schäftigt, dürfte sich bei der Vielzahl der Handelsnamen, Schutzmarken (trade marks), Phantasienamen und sonstigen Begriffen, wie sie nach­stehend aufgeführt werden und die von den einzelnen Züchterorgani­sationen nicht einheitlich gehandhabt werden, über deren Bedeutung und Inhalt nicht auskennen. Dabei kann auf Begriffe wie Homozygous, T-Ialf Blood (demi sang) und andere nicht eingegangen werden. Es bedarf außerdem besonderer Kenntnisse, wenn man all die in Fachzeitschriften genannten Arten und Sorten klassifizieren will. Im Handelsgebrauch werden teilweise nur die Farbbezeichnungen der Nerze (Zuchtnerz) gennnt.

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